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Spielbericht Herren I- Heimspiel gegen TV Städt.-Rahmede

Spiel Nummer drei Stand für die Jungs unserer Herren 1 am vergangenen Sonntag auf dem Spielplan. Nach bislang zwei Siegen aus zwei Spielen schöpften die Jungs aus der Hönnestadt abermals Mut und sprühten so voller Selbstvertrauen, dass Mannschaftsführer Böhm auf Wahlspieler in seiner Aufstellung vollends verzichtete. Einzig Alexander, alias A-Kay, Krippendorf wurde als Backup für einen möglichen verletzungsbedingten Ausfall für die Doppelpaarungen vorgehalten.

Die Courts waren, wie gewohnt, in einem Topzustand- an dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Platzwarte Mertens und Schulte-Schmale, die bereits eine Stunde vor erstem Aufschlag die Plätze präparierten. Selbst der Wettergott hatte an diesem Sonntag so richtig Lust auf Tennis und sendete bestes Tenniswetter gen Balve.

Gegen 10:00 betraten die ersten Athleten die Courts. Auf dem Center Court der Anlage in Balve-Amecke servierte Drees seinen Gegner mit einem souveränen 6:0 6:0 sprichwörtlich ab. Drees war von Anfang des Spiels spielbestimmend und zeigte seinem Gegner aus Altena wie man in Balve Tennis spielt.
Einen ebenfalls ungefährdeten Sieg konnte auf Platz 2 die Nummer zwei der Setzliste Weber einfahren. In einem starken 6:0 6:2 deklassierte Weber seinen gut 30 Jahre älteren Gegner in gerade einmal 60 Minuten.
Es ist einfach immer wieder schön zu sehen wie einfach und vor allem ästhetisch Tennis sein kann, wie leichtfüßig junge Talente der gelben Filzkugel hinterher hassten und mit einem routinierten und zugleich technisch einwandfreien Top-Spin-Vorhand-Schlag einen Punkt nach dem anderen einfahren. Und dann gibt es die Spieler, bei denen man glücklich sein kann, wenn sie beim Schlagen nicht umfallen. Aber dabei ist es doch genau diese fehlende Spielanlage, die immer wieder für zahlreiche humoristische Einlagen sorgt und daher nicht weniger viele Zuschauer an den Court lockt. So auch geschehen auf Platz 3. Böhm, der sich selbstkritisch mit einem Marcel Schmelzer vergleicht, war in den vergangenen Wochen sogar so stark verunsichert, dass er über ein Karriereende nachdachte. Zugegeben, gewisse Parallelen zwischen Schmelzer und Böhm lassen sich durchaus nicht von der Hand weisen. Wie auch immer, Coach Marnet bewies beim Abschlusstraining wieder einmal, dass er nicht nur einfühlsam und empathisch kann, sondern auch die richtigen Worte in seiner Mannschaftsansprache findet, denn offenbar gab er Böhm die richtigen Worte mit auf den Weg. Böhm, der sonst völlig überhasstet und übermotiviert das Spiel an sich reißen will, begann das Spiel besonnen. Es ging hoch und runter. Ehe Böhm dennoch plötzlich 4:5 hinten lag. Doch Böhm war ein in diesem Spiel ein anderer Mensch. Anstelle wild draufzupeitschen blieb er cool, wehrte sogar vier Satzbälle ab und erkämpfte sich eine Entscheidung im TieBreak. Auch hier bewies Böhm zum ersten Mal in seiner Karriere Cleverness und holte den TieBreak zum 7:6 Satzgewinn. Der zweite Satz war von ersten Erschöpfungsymptomen gezeichnet, ging das Match doch insgesamt über eine Stunde und 50 Minuten. Dennoch behielt Böhm den längeren Atem und holte auch den zweiten Satz zu einem 7:6 6:2 Matchsieg.

Somit stand es nach den ersten drei Einzeln bereits 3:0 für die Jungs im Dress des TC Hönnetal. Die zweite Runde der Einzelpaarungen komplementierten Wegener, Wulf und Freudenreich.
W, der an diesem Wochenende zu einem großen Pferdesportliebhaber avancierte, spielte sein Spiel wie immer sehr redselig, aber auch genauso kämpferisch. Insgesamt konnte W einen sicheren 6:2 6:3 Sieg einfahren. Leider fiel W am Rande der After-Show-Party erneut negativ auf. Wiederholt pöbelte er öffentlich und stellte seinen Mannschaftsführer vor den Augen der Gästemannschaft in Frage. Der Grund? Eigentlich banal, doch für W offenbar ein großes Ärgernis, welches ihm erneut Anlass zu öffentlicher Kritik ließ. W beklagte fehlende Variation bei der Auswahl der Pizza für die gemeinschaftliche Verköstigung. Eine Triage aus Pizza Margherita, Prosciutto und Tonno schien dem ältesten Spieler in den Reihen der Balver nicht zu genügen. Schade, es hätte ein so gemütlicher und gemeinschaftlicher Ausklang werden können.

Auf Court 2 spielte indes in gewohnt ruhiger und konzentrierter Art und Weise Freudenreich seinen Stiefel runter. Ohne jede Gefahr gab Freudenreich lediglich ein Spiel ab. Glückwunsch Dennis, zu deinem 6:1 6:0 Sieg.
Auf Platz vier gab sich Wulf die Ehre. Wulf, der bis spät in die Nacht die ausgelassene Stimmung auf einem Junggesellenabschied feierte, war beim Betreten des Courts 4 etwas verwundert. So holte Wulf aus seiner liebevoll gepackten Tennistasche ein Handtuch gegen den Schweiß und eine Flasche gekühltes Mineralwasser und drapierte diese zärtlich auf der Bank, so packte sein Gegenüber zwei Flaschen Pilsbier aus seinem Tennisbag. Zugegeben, der Elektrolythaushalt sollte gestimmt haben. Nichtsdestotrotz oder vielleicht gerade deswegen holte sich Wulf einen 6:0 6:1 Sieg in weniger als 45 Minuten. Tolle Leistung!

Somit stand des bereits 6:0 nach den Einzelpaarungen. Der Gesamtsieg war den Hönnestädtern nicht mehr zu nehmen.
Für die Doppel stellte Kapitän wie folgt auf:

Drees/ Weber
Wegener/ Wulf
Böhm/ Freudenreich
Konnten sowohl Drees/ Weber und Böhm/ Freudenreich ihre Doppel locker mit 6:2 6:3 bzw. 6:0 6:0 gewinnen, taten sich die Herren Wegener/ Wulf etwas schwerer. Die Luft war schlichtweg raus, zudem machte sich nun aufgrund der steigenden Temperatur etwas Erschöpfung breit, sodass das dritte Doppel mit 2:6 4:6 verloren ging.
Insgesamt fuhr unser geliebter TCH nun den dritten Sieg im dritten Spiel ein und steht als unangefochtene Nummer eins an der Spitze der Tabelle. Dem TCH fehlen nun noch zwei Siege, um das alles entscheidende Aufstiegsspiel einzustielen.
Ausblick: Am 30.06 treten unsere Jungs gegen den TC Lendringsen 2 an. Erster Aufschlag ist um 14:30.

Bis dahin, bleibt sportlich. Nur der TCH!