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Spielbericht Herren I- Auswärtsspiel gegen TC Lendringsen II

Als unangefochtener und vor allem ungeschlagener Spitzenreiter reisten die Jungs der Herren I ins naheliegende Menden nach Lendringsen. Es roch nach Derby an diesem vierten Spieltag. Ohnehin biegt die Sommersaison gerade auf die Zielgerade ein. Aber wer will schon von Abschied sprechen, wenn es doch so gut läuft? Daher schnell zurück zum eigentlichen Geschehen; jedoch nicht ohne auf eine Leserbeschwerde zu reagieren. Dem Leser und zugleich Spieler Wegener missfällt die, aus seiner Sicht, zu einseitige Berichterstattung. Mannschaftsführer Böhm erhalte in den Berichten unserer Redaktion eindeutig zu viel Aufmerksamkeit. Wir möchten an dieser klarstellen, dass wir selbstverständlich die Anregungen und Kritiken der Leser sehr ernst nehmen, auch wenn sie Wegner heißen, und bitten um Entschuldigung. Eine ausgewogene Berichterstattung ist das Gut eines freien und tiefgreifenden Journalismus´. In diesem Sinne nun aber wirklich zurück zu den eigentlichen Geschehnissen dieses vierten Spieltags.
Aufgrund der zu erwartenden Hitze war es erfreulich, dass das Spiel, welches ursprünglich für 14:30h angesetzt war auf 10:00h vorgezogen werden konnte. Einzig W missfiel dies im Vorfeld, da er am Vorabend auf insgesamt zwei Pinkelpartys und einem Geburtstag zu Besuch war. Auch der Wahlspieler Mertens, welcher am Vortag eine wahre Hitzeschlacht im Dress der Herren 30 ausgefochten hatte, bat um etwas Aufschub und Regeneration.
So kam es, dass die Spieler Drees, Weber, B**m und Lindemann die erste Spielrunde bestritten. In gewohnt lässiger und cooler Spielweise deklassierte Drees im ersten Match erneut seinen Gegner. Drees bewies in seinem Spiel jedoch ein gewisses Maß an Anstand und verteilte seinem Gegner mit einem wohlwollenden Spielstand von 6:0 6:1 keine Brille. Collin war jedoch am Rande des Spiels etwas enttäuscht, da er für seinen Sieg bloß 5+10 LK-Punkte erhält. Nichtsdestotrotz ist Drees um einen Sieg und vor allem Erfahrung reicher.
Auf Platz zwei startete Weber in sein Spiel. Auch Weber lies nichts anbrennen. Er gewann absolut spielbestimmend und souverän mit 6:1 6:2. Weber ist mittlerweile genauso wenig aus dem Profikader des TC Hönnetals wegzudenken wie der eben erwähnte Drees. Beide Spieler, die freilich zusätzlich noch in Jugendmannschaften aktiv sind, gehören bereits jetzt zum Kreis der etablierten Spieler.
Das dritte Spiel dieser ersten Runde bestritt der, dessen Namen wir nicht nennen dürfen und fassen uns bewusst kurz. B**m und sein Gegner taten sich zu Beginn der Partie etwas schwer, kamen dann jedoch etwas besser ins Spiel. Am Ende hieß es 7:5 6:2 aus Sicht der Hönnestädter.
Auf Platz vier kämpfte Lindemann mit einem Schläfer. Sein Gegner, ebenfalls auf Rang sechs der Setzliste, erwies sich in vorherigen Recherchen Lindemanns bereits als ein guter Spieler, der bislang ungeschlagen ist. In einem persönlichen Gespräch stellte sich kurz vor Spiel heraus, dass sein Gegner in der fünfthöchsten Liga Deutschlands Tischtennis spiele. Es war also klar, dass es für Lindemann kein einfacher Spaziergang im Streichelzoo wird. Dennoch schaffte es Lindemann den ersten Satz im TieBreak mit 7:6 nach Balve zu holen. Jedoch verstand es sein Gegner nun sich auf Lindemann einzustellen und wusste genau wie er seine Stärken unterbinden kann. Somit ging der zweite Satz mit 2:6 verloren. Im dritten Satz war für Linde leider nichts mehr zu holen. Dieser ging 0:6 verloren.
Nun erschienen auch die angeschlagenen Spieler Mertens und Wegener. Mertens merkte man zu Beginn seines Matches die Anstrengungen des Samstags an. Er lag recht schnell mit 1:4 hinten, konnte den ersten Satz jedoch noch auf 7:5 drehen, ehe er den zweiten Satz sehr souverän mit 6:1 gewann.
W, dem ebenfalls die Spuren der vergangenen Nacht ins Gesicht geschrieben waren, begann sein Match ebenso behäbig. So war es überhaupt kein Wunder, dass er schnell mit 0:1 hinten lag. Doch plötzlich schien der Restalkohol zu wirken. W drehte auf, zeigte eine spektakuläre Stopp-/ Lobkombination nach der anderen und holte den ersten Satz mit 6:1 sicher. Auch in Satz zwei zeigte Wegener, was in ihm steckt. Es folgten spektakuläre Ballwechsel, Sprinteinheiten und Aufschläge, die mit denen eines John Issners verglichen werden dürfen. W: Gratulation zu dieser astreinen Leistung und deinem 6:1 6:0 Sieg. Du hast an diesem Sonntag im Juni wirklich alles gegeben!
Somit war bereits nach den Einzeln klar: der vierte Sieg im vierten Spiel ist eingetütet. Doch es folgte was bisweilen immer folgte. Der Wunsch nach „Kultdoppeln“ mit den Lieblingspartnern. Der Mannschaftsführer des TC Hönnetal wusste indes mit einem Hauch Cleverness gepaart mit Ironie und pädagogischen Finessen dem wiedermal am lautesten stänkernden Wegener Paroli zu bieten. Er lies sich auf die Spielchen ein und kam der Wunschaufstellung Wegeners nach. Jedoch setzte B**m das Doppel mit dem Enfant Terrible W an Rang 1. Die übrigen Doppel sahen wie folgt aus:
Weber/ W
Mertens/ Lindemann
Drees/ Böhm
Zum Doppel Nummer drei mit Drees und B**m gibt es eigentlich außer dem Ergebnis mit 6:0 6:0 nicht viel zu erzählen. Drees spielte seine spielerische Überlegenheit aus. Er spielte quasi Einzel; denn B**m berichtete hinterher nur kurz, dass er selbst nur an drei Punkten beteiligt gewesen sei und dies auch nur mit Assen, den Rest habe Colin übernommen- inkl. das Laufen zu Bällen, die B**m eigentlich hätte spielen können.
Das zweite Doppel erwies sich für Mertens und Lindemann als etwas knackiger. Die Gegner wollten noch einmal zeigen, was in ihnen steckt. So verlangten sie Mertens und Lindemann doch einiges ab. Dennoch fuhren die beiden einen 6:4 6:4 Sieg ein.
Doppel Nummer eins mit Weber und W wusste, zugegeben, nicht nur vom Style-Faktor zu überzeugen. Haben sich nämlich vorab beide Spieler mit ihren Trikots noch farblich aufeinander abgestimmt, harmonierten sie auch offensichtlich in ihrem Spiel und gewannen 6:3 6:1 und sind somit weiterhin als Doppelpartner ungeschlagen.
Insgesamt konnte unser so geliebter TC Hönnetal einen 8:1 Gesamtsieg einfahren. Erfreulich ist zudem noch, dass Wegener das Angebot zur Vertragsverlängerung angenommen und unterschreiben hat. W bleibt somit für mindestens drei weitere Spielzeiten der Herren I erhalten. Und wer weiß was noch so alles passiert. Vielleicht wird er ja nächstes Jahr Mannschaftsführer seiner Mannschaft. Es wäre jedenfalls ein kometenhafter Aufstieg für den Tennisopa der Herren I.
Nun erholt sich die Saison etwas und die Spieler atmen durch. Das vorletzte Saisonspiel gegen den Märkischen TC findet erst wieder am 08.09.19 um 10:00 in Balve statt.
Bis dahin, bleibt sportlich. Nur der TCH!