Mit einem versöhnlichen 9:0 Sieg verabschieden sich die Hönnestädter in die Sommerpause.

Und schon ist sie auch wieder vorbei: die Sommersaison 2018. Mit einer Bilanz von 1:2 Siegen überwintert der TCH auf einem akzeptablen dritten Tabellenplatz.
In quasi Bestbesetzung machten sich insgesamt acht Akteure aus Balve auf den Weg in den Südkreis ins weitentfernte Grenzgebiet zwischen Halver und Schalksmühle. Mit bislang zwei Niederlagen im Gepäck mischte sich allerdings etwas Demut unter die sonst so fröhlichen Gemüter der Balver Jungs. Aus diesem Grund setzte Mannschaftsführer Böhm bereits früh auf den Spaßmacher des TCH, Fabian Lindemann und bat ihn trotz seiner Reservistenrolle die Reise nach Schalksmühle anzutreten. Als Stimmungsmacher und Teamplayer bestand Lindemanns primäre Aufgabe in der Belustigung der Mental angekratzten Truppe. Nach einer kurzen Eingewöhnungs- und Anpassungsphase an die für die Jungs aus dem Hönnetal so ungewöhnliche südliche MK-Luft starteten auf drei Plätzen die Spieler Weber, Wulf und Böhm in ihre Matches.

Für Carlos, der mit seinen gerade einmal 14 Lebensjahren das erste Mal Profiluft schnuppern durfte, stellte alleine die Anfahrt „mit den großen Jungs“ ein unbeschreibliches Erlebnis dar. Getreu dem Motto „fördern durch fordern“ wurde Carlos aufgrund seiner Leistungsklasse direkt an Position 2 gesetzt. Und das Match? Für ihn sicherlich ein Erlebnis, welches er seinen Lebtag nicht mehr vergessen wird. Über insgesamt drei Stunden lieferten sein Gegner und er sich einen unbeschreiblichen Kampf. Beim Stand von 2:5 gegen Carlos, drehte er plötzlich auf, zelebrierte feinstes Popcorntennis und gewann den Satz schließlich mit 7:5. Der zweite Satz war wieder sehr eng, ging jedoch mit 4:6 an den Gegner aus Schalksmühle. Carlos, völlig am Ende, musste nun feststellen, dass Herrenmannschaften eben kein Kindergeburtstag mehr sind und der dritte Satz natürlich ausgespielt wird. Doch dies löste bei ihm einen weiteren Schub an Selbstvertrauen aus und schließlich gewann er sein erstes Profimatch mit 7:5 4:6 6:4. Bereits direkt nach dem Spiel setzten sich Kapitän Böhm und Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands zusammen und machten sich erste konkrete Überlegungen bezüglich eines Profivertrages für den erst vierzehnjährigen C. Weber. Nach diesem Spiel dürfte es wohl nicht mehr lange dauern, bis erste Scouts aus den Nachbarvereinen ein Auge auf dieses Ausnahmetalent werfen werden. Hier ist also Eile bei den Verantwortlichen geboten.

Die beiden anderen Spiele von Wulf und Böhm waren weniger spektakulär, weil beide Spieler in absoluter Bestform performten. Wulf im ersten Satz 6:2 erhöhte im darauffolgenden Satz nochmals den Druck und gewann letztendlich 6:2 6:1. Und das obwohl Wulf quasi direkt aus einer durchzechten Nacht aus dem Mallorca des Sauerlandes, aus Willingen, angereist war. Super Leistung Wulf- weiter so!

Böhm trotz seines Kapselrisses in der Schlaghand hatte ebenfalls wenig Mühe und siegte verdient 6:1 6:3.

Weiter ging es in die nächsten drei Matches. David Stüken, als Wahlspieler mitgereist, war auf Wiedergutmachung aus. Bei seinem letzten Auftritt im Dress der Herren 1 versagte er auf ganzer Linie. Dies wollte er so sicherlich nicht auf sich sitzen lassen. So kam es, dass Stüken direkt die richtigen Antworten auf die Schläge seines Gegners fand und mit 1:6 im Führung ging. Auch im zweiten Satz wusste Stüken es gekonnt und grazil Tennis zu spielen und dominierte seinen Gegner nach Herzenslust. Auch hier ein ungefährdeter 6:1 6:0 Sieg für den Akteur aus Balve.
Dr. Julian Grote gab sich ebenfalls keine Blöße und servierte seinen Gegner eiskalt und offenkundig mit „einer Brille“ 6:0 6:0 ab. Dr. Grote darf schonmal eine Flasche Sekt kaltstellen. Ihm fehlen noch 30 Punkte bis zum Aufstieg in die LK 22. Unsere Redaktion drückt ihm jedenfalls alle Daumen!
Last but not least begab sich der älteste Spieler aus den Reihen der gesetzten Sechs des TCH auf den Court um sein Match anzugehen. Sascha Wegener, wie üblich körperlich etwas angeschlagen (dieses Mal wurde er Opfer einer ungeschickten Handhabung mit der Heckenschere am Vortag), unterhielt sich bereits vor dem ersten Aufschlag mit seinem Gegenspieler und erfuhr so, dass dieser mit Verdacht auf einen Riss des Kreuzbandes spielen werde. Doch Wegener, den seine Mitspieler und Fans liebevoll nur „W“ nennen, war augenscheinlich im Gegensatz zu seinem Gegner ärztlich gut versorgt worden und startete brillant mit 6:0 in sein Match. Der zweite Satz ging ebenfalls sehr deutlich mit 6:1 an W. Auch an dieser Stelle, herzlichen Glückwunsch W zu weiteren 50 LK-Punkten und gute Besserung an die beiden Spieler!
Somit stand nach den Einzeln der TCH als Sieger fest. Trainer Marnet, der ständig über Nachrichtendienste in Echtzeit über die Geschehnisse informiert wurde, stellte ungewöhnlich wortkarg fest: „Wahnsinn! Ihr zersägt ja richtig.“ Auch er war ob dieses klaren Ergebnisses seiner Schützlinge sehr erfreut und sicherlich ein kleines Bisschen stolz.

Bei der Aufstellung der Doppel kam es jedoch zu sehr unschönen Szenen auf Seiten der Hönnestädter. Mannschaftsführer Böhm stellte den Gesamterfolg seiner Jungs in den Vordergrund und wählte eine „sichere“ Doppelaufstellung, sodass aller Wahrscheinlichkeit alle drei Doppel auf das Konto des TCH gehen würden. Doch innerhalb der Gruppierungen bäumten sich einige Spieler gegen die Entscheidungen Böhms auf und es kam zu einer kleinen Meuterei, bei der sogar ein Spieler die Absetzung Böhms als Mannschaftsführer forderte. Der Grund? Einige Spieler wollten lieber „kultige Doppel“ spielen und mit ihren „Lieblingspartnern auf dem Court stehen“. Sogar der Wahlspieler Stüken, ebenfalls Mitglied im Vorstand des TCH, war einer der lautstark eine alternative Doppelaufstellung forderte. Sicherlich keine perfekte Vorbildfunktion für den noch so jungen und unbefleckten Carlos. Böhm sichtlich eingeschüchtert, blieb schließlich nichts anderes übrig als sich dem wütenden Mob zu ergeben. Er bzw. die Mannschaft stellte letztendlich folgende Doppel auf:
Mertens / Wulf
Stüken / W
Böhm / Lindemann
Tatsächlich war es so, dass trotz dieser riskanten Aufstellung alle drei Doppel an die Jungs aus dem Hönntetal gegangen sind. Mertens / Wulf 2:6 2:6. Stüken / W 2:6 1:6. Böhm / Lindemann (mittlerweile als das Traumduo gefeiert) 1:6 0:6.

Ausblick: Die Sasion in der Kreisklasse ist für den TCH beendet. Unsere Jungs aus dem Hönnetal bleiben aber sehr aktiv und fahren Ende Juli bereits nach Holzwickede und wollen den ELCH Cup in die Hönnestadt holen.

In diesem Sinne: bleibt Sportlich! Nur der TCH!

Um eines gleich vorweg zu nehmen: es war spannend!
Obwohl die Ausgangssituation alles andere als Spannung versprechen ließ, kam es tatsächlich zu einer reinen Nervenschlacht, die erst im entscheidenden Doppel im Champions TieBreak entschieden werden sollte. Aber eins nach dem anderen.
Die angesprochene Ausgangssituation zeigte sich wie folgt:
Ein völlig verzweifelter Mannschaftsführer unserer Jungs aus dem Hönnetal versuchte bereits zwei Wochen vor dem Match eine konkurrenzfähige Mannschaft aufzustellen. Doch schnell wurden sämtliche Anfragen bei der Stammbesetzung sowie bei der Auswahl an Wahlspielern abgeblockt. Die Gründe? Verständlich. Das erste Gruppenspiel „Der Mannschaft“ bei der Weltmeisterschaft in Russland, eine Hochzeit, eine familiäre Verpflichtung im hohen Norden Deutschlands und und und. Die Liste der Argumente setzte sich fort. Aber nun gut, wie heißt es so schön? Not macht erfinderisch. Also zog Kapitän Böhm, wie sich später zeigte, ein sprichwörtliches Ass aus dem Ärmel und berief den bis hierhin völlig unbekannten, weil unerfahrenen Spieler Lindemann in den Kader der besten Sechs. Lindemann, der selbst nicht mit einer Berufung in diesen so hochtalentierten Kader gerechnet hatte, antworte Böhm auf dessen Anfrage: „Ich bin gerade im Süffe Süffe Süffe Modus im Bierkönig.“ Kapitän Böhm verstand dies als Zusage und setzte die Geheimwaffe Lindemann direkt an Einzel 6.
Es kam wie es kommen musste. Aufgrund eines Formfehlers in der Aufstellung der Gegner aus Platte Heide stand Lindemann bereits noch vor seinem ersten Aufschlag als Sieger fest. Lindemann ganz Sportler wollte trotzdem das Spiel unbedingt bestreiten und bot seinem Gegner an, ihm ein paar Rückhandtechniken beizubringen. Dies bejahte sein Gegenüber und so war es nur die logische Konsequenz, dass Fabian Lindemann sein erstes halbwegs offizielles Medenspiel stilecht trotzdem gewann. Die gesamte Mannschaft darf sich nun nicht nur über eine „Einstandskiste“ sondern auch über die „Mein-Erster-Sieg-In-Einem-Medienspiel-Kiste“ freuen. An dieser Stelle: herzlichen Glückwunsch zu deinen ersten 50 LK-Punkten- auf das noch viele weitere folgen werden!
Ein zusätzliches Highlight des gestrigen Tages war der frischgekürte Doktor, Julian Grote. Völlig unbeeindruckt von den Erlebnissen der letzten Tage startete er an 2 gesetzt in sein Spiel. Es ging hin und her. Die Führung wechselte quasi mit jedem Spiel. Am Ende des ersten Satzes musste der TieBreak für eine Entscheidung sorgen. Diesen verlor Julian sehr knapp, sodass der erste Satz an sein Gegenüber aus Platte Heide ging. Im zweiten Satz erkämpfte Julian sich ein kräftezehrendes 7:5. Es folgte der dritte Satz. Sein Gegner, der mittlerweile deutlich Körner lassen musste, mühte sich noch zu drei Spielgewinnen, doch am Ende war Julian einfach frischer und siegte mit 6:7 7:5 und 3:6. Julian darf somit 150 LK-Punkte auf sein LK-Konto verbuchen- sein Gegner immerhin LK 20.
Die anderen vier Einzel (Malik Neuhaus 3:6 1:6, Dennis Böhm 4:6 3:6, Alexander Krippendorf 4:6 2:6 und Fabian Schröder 2:6 2:6) sind aus Sicht der Hönnestädter leider schnell erzählt.
Somit stand es nach den Einzeln 2:4 für die Gastgeber aus Menden. Da Platte Heide aufgrund der widrigen Umstände keinen Ersatzmann für das dritte Doppel besorgen konnte, ging diese Partie auf dem grünen Tisch an den TCH. 3:4 also. Nun hieß es taktieren- wer spielt welches Doppel? Mannschaftsführer Böhm entschied sich für folgende Doppelaufstellung:
1. Doppel: Malik Neuhaus / Julian Grote
2. Doppel: Dennis Böhm / Alexander Krippendorf
Die Paarung Neuhaus / Grote sorgte gleich im ersten Satz mit einem 6:0 für klare Verhältnisse. Der zweite Satz fiel dann langsam der nachlassenden Kondition zum Opfer, doch auch hier gewannen die beiden schließlich mit 7:5. Insgesamt also 4:4. Somit musste das Doppel Böhm / Krippendorf gewinnen für den Gesamtsieg.
Nun kam es zu dem bereits angedeuteten Nervenkrieg. Ein Thriller, den Hitchcock nicht besser hätte schreiben können. Der erste Satz hatte immer wieder wechselnde Führungen parat. Die Folge war der TieBreak beim Stand von 6:6. Böhm und Krippendorf, die bereits in der Vorwoche zusammen ein Doppel spielten und ebenfalls in den TieBreak mussten, schienen plötzlich völlig von der Rolle zu sein. Nichts gelang mehr, ein Fehler reihte sich an den nächsten. Das hatte nicht mehr viel mit Tennis zu tun. Gott sei Dank endete der TieBreak schnell und der zweite Satz konnte beginnen. Hier schlug das Pendel auch wieder zunächst in Richtung der Mendener. So mussten Böhm und Krippendorf beim Stand von 4:5 zwei Matchbälle abwehren. Die Gegner nun selbst etwas verwundert, ob der wiederkehrenden Stärke der Jungs aus dem Hönnetal, konnte in diesem zweiten Satz schließlich kein Spiel mehr für sich gewinnen, sodass der zweite Satz mit 7:5 an den TCH ging. Sowohl die Entscheidung des Matches als auch die des Medenspiels musste somit im Champions TieBreak fallen. Doch das Wort „TieBreak“ scheint bei den beiden Akteuren aus dem Hönnetal etwas auszulösen. Wieder völlig desillusioniert vergeigten die beiden Vertreter des TCH den Match TieBreak nach 3:3 Zwischenstand mit schließlich 3:10. Insgesamt verloren Böhm / Krippendorf nun drei TieBreaks in Folge. Hier muss zukünftig mehr kommen!
Ausblick: Die nächste Woche ist spielfrei. Das nächste Spiel ist auch zugleich der letzte Medenspiel der Saison. Unsere Jungs aus dem Hönnetal machen sich auf den weiten Weg in den südlichen märkischen Kreis und kämpfen dort gegen den Märkischen TC um den dritten Tabellenplatz der Abschlusstabelle.
In diesem Sinne: bleibt Sportlich! Nur der TCH!

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Der eigentliche Spielverlauf ist eigentlich schnell erzählt. -0:9- 3:18 Sätze.

Da sich die Gegner aus Lendringsen ernsthafte Hoffnungen auf einen Aufstieg machen dürfen, traten sie quasi in Bestbesetzung in Balve an. Der Tennisclub aus Lendringsen stellte Spieler von LK 13 bis 22 auf. So sollte es selbst für unsere Wahlspieler aus der Herren 30 bereits auf dem Papier äußerst schwer werden.
Sebastian Stephan, bei den Balvern an Top gesetzt, kam zunächst sehr gut mit 6:2 ins Match. Doch dann drehte der Gegner aus Lendringsen mächtig auf und holte den zweiten Satz 4:6. Der dritte Satz hingegen war zunächst wieder in Sebastians Hand, der es immer wieder verstand, seinen Gegner an die bei Tennisspielern so unbeliebte Beinarbeit zu erinnern. Obwohl Sebastian zwei Mal selbst zum Matchgewinn aufschlug, verlor er schließlich unglücklich das Match Im TieBreak 6:2 4:6 und 6:7. In einem Exklusivinterview mit der Presseabteilung unseres Vereins gab er kurz nach dem Spiel bekannt: „Das ist eben die Sch***e am Tennis. Da spielst du 2,5 Stunden, verausgabst dich völlig und am Ende stehst du trotzdem mit leeren Händen da.“ An dieser Stelle sei angemerkt, dass Sebastian bereits am Vortag in seiner Stammmannschaft ein schweres Spiel zelebriert hat. Nach der zusätzlichen Anstrengung am Sonntag sei ihm die vereinseigene Eistonne zwecks Regenerierung gegönnt.
Unser zweiter Wahlspieler David Stüken hatte weniger Spielfreude und beendete sein Spiel als erster von vier parallel gestarteten Spielen mit 1:6 1:6 am ehesten.
Auch die insgesamt drei Debütanten im Dress des TC Hönnetal Malik Neuhaus, Manuel Wulf und Sascha Wegener starteten weniger erfreulich in ihre ersten Medenspiel ihrer noch jungen Karriere. Malik verlor recht knapp sein Match mit 5:7 und 5:7.
Manuel, der bereits durch die Wintersaison hinweg 150 LK-Punkte auf sein LK-Konto verbucht hat, betrat mit einer Scharr an mitgereisten Fans und Zuschauern den Court. Doch leider half die Unterstützung nichts, so lag er zunächst deutlich mit 0:4 hinten, kam dann aber noch an ein 3:4 heran, ehe der Satz mit 3:6 abgegeben wurde. Der zweite Satz war wieder voll in der Hand des Gegners. So war es die Konsequenz, dass auch dieser Satz recht deutlich mit 1:6 verloren ging.
Sascha, dem die Spuren der vergangenen Nacht wahrlich ins Gesicht geschrieben waren, startete gleich mit einem 0:6 in sein erstes Medenspiel. Wie er der Presseabteilung vor dem Spiel erzählt hat, habe er sich auf der Hochzeit des vergangenen Abends mit Blick auf den Alkoholkonsum bewusst lange zurückgehalten. Doch zu vorgerückter Stunde seien sämtliche Vorsätze über den Haufen geschmissen worden. Doch nach dem sehr deutlichen ersten Satz, war er plötzlich da. Mit Hilfe eines Konterbieres stieg er empor wie einst der Phoenix aus der Asche. Plötzlich war Tennis auf Platz 3 zu sehen. Plötzlich ging es hin und her. Doch trotzdem verlor Sascha auch den zweiten Satz 3:6.
Auf Platz 4, weit ab von jeglicher Fan- und Zuschaueransammlung startete Dennis an Position 6 gesetzt in sein Match. Zunächst sah es recht ausgeglichen aus. Mal ein Spielgewinn auf der einen und dann ein Spielgewinn auf der anderen Seite. Die Konsequenz 3:3 im dritten Satz. Doch dann drehte der Gegner auf und fuhr mit einem 3:6 den Satzgewinn ein. Zweiter Satz, ähnliches Spiel. Wieder 3:3 und dann am Ende doch mit 3:6 3:6 verloren.
Am Ende der Einzel stand es 0:6 aus unserer Sicht und der Sieg war den Tennisfreunden aus Lendringsen nicht mehr zu nehmen. Dennoch wollten wir uns die Doppel nicht nehmen lassen. Während auf Platz 1 mit dem ersten Doppel wohl wirklich Popcorn-Tennis zu sehen war, fokussierten sich die Blicke der angereisten Fans auf die anderen beiden Plätze. Insbesondere die Doppelpaarung Stüken/ Wegener sorgten für einen unterhaltsamen Ausklang des Abends. Wie es aus der Kabine des TC Hönnetals nach dem Spiel klang, wähnten sich Stüken/ Wegener beim Stand von 8:5 im Match TieBreak bereits auf der Straße des Siegers. So wurden zwischen unseren beiden Akteuren schon erste Überlegungen hinsichtlich der Siegerpose laut. „Machen wir einen Kniefall mit Fingerzeig gen Himmel“, oder „packen wir die Böhmsche Umarmung aus?“. Dies sollen sich nach einer internen Quelle beide Spieler bereits zugerufen habe. Doch dann ging es alles ganz schnell und vor allem ganz anders. Aus 8:5 wurde rasch ein 8:10 und auch dieses Match ging an die Gegner aus Lendringsen. Auf Platz 3 bissen sich Böhm/ Krippendorf ebenfalls die Zähne an den Gegnern aus. Selbst die sonst so bei Gegnern gefürchteten Granatenvolleys Krippendorfs waren dieses Mal bei weitem nicht so gefährlich wie gewohnt.
An dieser Stelle möchten wir uns bei allen mit- und angereisten Fans für den tollen Support und insbesondere für den guten Umsatz an unserer Theke bedanken. Auch wenn euer so geliebter TC Hönnetal gestern etwas unglücklich verloren hat, freuen wir uns auf das nächste Heimspiel mit euch an unserer Seite. Nur der TCH!
Ausblick: Nächste Woche steht ein Auswärtsspiel in Menden Platte Heide an. Völlig ersatzgeschwächt und dezimiert wagt sich eine unerfahrene Truppe aus Balve in die Nachbarstadt in der Hoffnung etwas besser abzuschneiden. Wir werden es sehen.
In diesem Sinne: bleibt Sportlich!

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Nachdem sich die meisten unserer Mannschaften bereits in teilweise hartumkämpften Saisonspielen messen durften, wähnen sich die Spieler unserer Herren 1 noch immer im Winterschlaf.

Doch am kommenden Sonntag ist Schluss mit dem verlängerten Winterschlaf und unsere Herren 1 trifft zuhause im ersten Spiel der Saison auf die Spieler des TC Lendringsen. Folgende Spieler scharren schon mit ihren Tennisschuhen und starten am Sonntag in die Einzelkonkurrenz: (1) Sebastian Stephan LK 14, (2) David Stüken LK 18, (3) Malik Neuhaus, (4) Manuel Wulf, (5) Sascha Wegener und (6) Dennis Böhm (alle LK 23).

Für die Duelle im Doppel hat sich bereits Sebastian Stephan abgemeldet. Dafür rücken Alexander Krippendorf und Julian Grote (beide LK 23) als Ersatzspieler in das Team auf.

Viel Spannung und dramatische Matches sind garantiert, denn nach der knappen Niederlage in der vergangenen Saison haben die Vertreter des TC Lendringsen sich sicherlich einiges vorgenommen und sind auf Wiedergutmachung aus. Bleibt nur noch zu hoffen, dass der Wettergott an diesem Sonntag ebenfalls ein Herz für Tennis hat!

Die Saison 2017

  • 1

    Zum ersten Spiel muss nicht viel gesagt werden. Auf unserer Anlage in der Amecke bekamen wir vom LTC Augustenthal eine ordentliche Klatsche. Am Ende stand es 0:9. Dabei waren auch die einzelnen Ergebnisse so klar wie es das Gesamtergebnis vermuten lässt. Insgesamt gingen sogar neun von 19 Sätzen zu null an die Gegner. Einzig Julian Grote konnte gleich in seinem ersten Medenspiel an Position sechs einen Satz für uns holen: 6:3, 3:6, 4:6.

  • 2

    Das zweite Saisonspiel fiel dann gleich mal aus. Der TC Weiß-Blau Hemer hatte seine dritte Mannschaft schon vor Saisonbeginn vom Spielbetrieb zurückgezogen.

  • 3

    Nach diversen Geheimtrainings und Taktikbesprechungen während der spielfreien Zeit, fuhren wir voller Elan nach Menden zum TC Rodenberg. Konnten wir dort im Vorjahr einen ungefährdeten 7:2-Sieg einfahren, war das Spiel auch diesmal wieder nach den Einzeln entschieden – allerdings für Rodenberg. Marcel Mertens gewann an Position zwei 6:2, 6:1, alle anderen Einzel gingen mal mehr, mal weniger deutlich an die Gastgeber. Immerhin schafften wir es, in den Doppeln Ergebniskosmetik zu betreiben: Alexander Krippendorf und David Stüken bewiesen letztlich Nervenstärke und holten das zweite Doppel mit 6:1, 6:7, 10:8, Dennis Böhm und Marcel Mertens gewannen das dritte Doppel klar mit 6:2, 6:1.

  • 4

    Als nächstes stand dann das Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des TC Werdohl auf dem Programm. Die Werdohler hatten in der Vorsaison lange um den Aufstieg mitgespielt, mussten sich dann aber widrigen Umständen geschlagen geben: das entscheidende letzte Saisonspiel gegen den TuS Neuenrade fand am selben Wochenende statt wie das Schützenfest in Werdohl… Mit diesem Wissen im Hinterkopf war es umso lustiger, dass Werdohl fast alle Stammkräfte gegen uns fehlten. Die waren erst mittags wieder in Deutschland gelandet – Departure: Mallorca. So konnten wir diesmal bereits in den Einzeln alles klar machen. Erik Kleine, Marcel Mertens, Steffen Lohmann, Dennis Böhm und Julian Grote gewannen ihre Spiele, sodass uns der erste Saisonsieg nicht mehr zu nehmen war. Die Doppel Lohmann/Mertens (6:2, 6:0) und Grote/Stüken (5:7, 6:3, 10:5) schraubten das Ergebnis dann auf 7:2 hoch.

  • 5

    Am letzten Spieltag ging es dann wieder Richtung Menden, diesmal zum TC Lendringsen. Die Lendringser hatten bis dahin nur das vorgezogene Endspiel um den Aufstieg gegen Augustenthal knapp mit 4:5 verloren und gingen als Favoriten in die Partie. Allerdings hatten sie sich den legendären Walter Frosch zum Vorbild genommen: „Mein schwerster Gegner war immer die Kneipe“. An dem Wochenende waren Freunde aus der Schulzeit zu Besuch und so ging es für ein paar Spieler bis in die frühen Morgenstunden. Suboptimal dabei war, dass das Spiel aufgrund einer Doppelbelegung der Anlage auf neun Uhr morgens vorverlegt worden war. Dennoch wurde es eine ganz enge Angelegenheit: nach den Einzeln stand es nach Siegen von Marcel Mertens, Dennis Freudenreich und Julian Grote 3:3. So mussten die Doppel die Entscheidung bringen. Unser Mannschaftsführer stellte taktisch überragend auf, indem er Doppel eins zum Abschuss freigab und alles auf die anderen beiden Paarungen setze. Das klappte tatsächlich… Julian Grote und Marcel Mertens erkämpften den ersten Punkt im zweiten Doppel (6:2, 1:6, 10:8) und Dennis Freudenreich und Alexander Krippendorf (6:1, 7:6) sicherten den viel umjubelten Erfolg und – durch den Sieg im direkten Vergleich gegen Lendringsen – auch den zweiten Platz in der Abschlusstabelle!

Saisonausblick 2016 – Herren

Nach insgesamt fünf Spielzeiten am Stück ohne, konnten wir dieses Jahr wieder eine 1. Mannschaft der Herren melden.
Für den TCH geht eine Mischung aus Spielern der Herren 30, die als Wahlspieler bei Bedarf aushelfen, ein paar Reaktivierten und vor allen Dingen Spielern aus der Jugend auf Punktejagd.
Das Hauptziel, gerade für die Jugendspieler, heißt für diese Saison natürlich erst einmal Erfahrungen sammeln und sich nicht von etwaigen Rückschlägen den Mut nehmen lassen.
In den beiden ersten Spielen – auswärts in Neuenrade und zuhause gegen Augustenthal – gab es klare Niederlagen. Allerdings hatte man mit diesen beiden Mannschaften direkt die wahrscheinlich stärksten Gegner der Gruppe vor der Brust, sodass in den weiteren Spielen vielleicht der ein oder andere Erfolg möglich ist.